Möbel-Ratgeber · Räume & Möbelideen
Homeoffice planen: Schreibtisch, Stauraum und Kabel zusammen denken
Eine Arbeitsnische soll im Wohnraum gut aussehen und beim Arbeiten funktionieren. So stimmen Sie Schreibtisch, Geräte, Stauraum und Bewegungsfreiheit aufeinander ab.

In diesem Ratgeber
Ein schmaler Tisch passt in die freie Nische, aber der Bildschirm steht zu nah, Unterlagen liegen auf dem Schoß und für die Beine bleibt nur die Lücke neben dem Drucker. Solche Probleme lassen sich vermeiden, wenn ein Homeoffice zuerst als Arbeitsplatz und danach als Möbelansicht geplant wird. Eine Maßanfertigung kann Raum und Nutzung zusammenbringen, sie ersetzt jedoch nicht die sorgfältige Prüfung der Arbeitsbedingungen.
Mit den tatsächlichen Aufgaben beginnen
Schreiben Sie auf, was an diesem Platz passiert: gelegentliche private Korrespondenz, tägliche Bildschirmarbeit, Videokonferenzen oder Arbeit mit Zeichnungen und Papierunterlagen. Die Anforderungen unterscheiden sich deutlich. Notieren Sie außerdem, ob eine oder mehrere Personen den Tisch nutzen. Ein gemeinsam genutzter Arbeitsplatz sollte sich auf die jeweiligen Personen einstellen lassen.
Legen Sie Laptop, Bildschirm, Tastatur, Maus und häufige Unterlagen probeweise auf eine vorhandene Fläche. Messen Sie die benötigte Breite und Tiefe dieses Aufbaus. Vergessen Sie Standfüße, Monitorarm und Platz für Handauflage nicht. Eine Wunschplatte nur nach der Breite der Wand auszuwählen, beantwortet diese Nutzungsfragen noch nicht.
Arbeitsfläche und Bildschirm gemeinsam abstimmen
Die DGUV nennt für einen gut eingerichteten Homeoffice-Arbeitsplatz unter anderem eine große, reflexionsarme Arbeitsfläche, möglichst einen höhenverstellbaren Tisch und seitlich einfallendes Tageslicht. Als Orientierungsgröße beschreibt sie 160 mal 80 Zentimeter. Entscheidend bleibt die passende Fläche für die konkrete Arbeitsaufgabe und Ausstattung. DGUV: Fragen zur Einrichtung des Homeoffice.
Eine vorhandene Nische, die kleiner ist, sollte daher nicht automatisch vollständig mit einer festen Platte ausgefüllt werden. Prüfen Sie, ob ein anders ausgerichteter Tisch mehr nutzbare Tiefe ermöglicht. Vielleicht ist ein freistehender verstellbarer Tisch mit maßgefertigtem Stauraum daneben die passendere Kombination. Das Ergebnis muss nicht aus einem einzigen fest eingebauten Möbel bestehen.
Stauraum dorthin legen, wo er die Arbeit unterstützt
Ordnen Sie den Inhalt nach Zugriffshäufigkeit. Arbeitsmittel für den aktuellen Tag gehören gut erreichbar an den Arbeitsplatz. Archivordner können in einen separaten Schrank. So blockiert ein tiefer Container nicht den Beinraum, nur weil er optisch unter die Platte passt. Prüfen Sie auch, ob sich Auszüge öffnen lassen, während der Stuhl in üblicher Position steht.
Ein Drucker benötigt mehr als seine Stellfläche: Papier muss eingelegt und entnommen werden können, Klappen müssen sich öffnen lassen. Bei Geräten in einem Schrank werden zusätzlich die Aufstellbedingungen des Herstellers berücksichtigt. Die Aufteilung eines Arbeitsmöbels gewinnt, wenn diese konkreten Bewegungen bereits im Entwurf eingezeichnet sind.
Ein Planungsbeispiel für eine Wohnraumnische
In einer etwa zwei Meter breiten Nische soll an mehreren Tagen pro Woche gearbeitet werden. Benötigt werden ein Bildschirm, Laptop, Unterlagen und Platz für ein kleines Archiv. Zunächst wird ein Tisch mit ausreichend tiefer Arbeitsfläche eingezeichnet. Danach erhält der verbleibende Bereich seitlich einen schmalen Schrank; die Ordner werden nicht auf Kosten der Beinbreite untergebracht.
Bei einer verstellbaren Tischlösung müssen Platte und Geräte ihren gesamten vorgesehenen Bewegungsbereich frei durchlaufen können. Ein Wandbord direkt über dem Bildschirm wäre deshalb zu prüfen. Das Beispiel zeigt: Ein ruhiges Gesamtbild entsteht auch mit mehreren abgestimmten Möbelteilen. Eine starre, bis zur letzten Ecke gefüllte Konstruktion ist nicht zwingend die beste Raumnutzung.
Kabel verstecken und trotzdem erreichbar halten
Notieren Sie vorhandene Steckdosen und Anschlüsse, bevor Rückwände und Durchlässe festgelegt werden. Ladekabel für häufig wechselnde Geräte sollten von vorne erreichbar bleiben. Für fest angeschlossene Geräte kann ein zugänglicher Kabelbereich vorgesehen werden. Die Geräte dürfen nicht nur beim ersten Aufbau angeschlossen werden können; auch ein späterer Austausch gehört zur Planung.
Wer eine verstellbare Platte möchte, bespricht ausreichende Kabelwege für deren Bewegung. Änderungen an der festen Elektroinstallation übernimmt ein zuständiger Fachbetrieb. Bei der Möbelplanung geht es um Positionen, Zugänglichkeit und eine saubere Führung, nicht um improvisierte elektrische Anschlüsse. Weitere Überlegungen zu Gerätefächern finden Sie beim Planen von TV-Möbeln und Sideboards.
Checkliste vor dem Entwurf
- Raumfotos, Nischenmaße, Fenster und vorhandene Anschlüsse.
- Art und Dauer der Nutzung sowie Anzahl der Nutzer.
- Geräteliste mit Maßen, einschließlich Standfüßen und Zubehör.
- Wunsch nach Höhenverstellung und verfügbarem Bewegungsraum.
- Unterlagen, Drucker und Gegenstände, die sichtbar oder geschlossen verstaut werden sollen.
Tischlerei Mai unterstützt die Möbelplanung in Espelkamp und im Umkreis von 15 Kilometern. Beschreiben Sie uns Ihren geplanten Arbeitsplatz und senden Sie die Raumsituation mit. Weitere Themen finden Sie im Möbel-Ratgeber. Bei beruflich eingerichteten Arbeitsplätzen sind zusätzlich die Anforderungen des Arbeitgebers und die einschlägigen Arbeitsschutzvorgaben zu berücksichtigen.
Aus Ihrer Idee wird ein konkreter Entwurf.
Fotos, ungefähre Maße und Ihre wichtigsten Wünsche helfen beim Einstieg. Für Espelkamp und den Umkreis von 15 Kilometern besprechen wir gemeinsam die passende Möbelplanung.
Quellen und fachliche Grundlagen
Redaktion: Tischlerei Mai · Quellenstand: 19. Oktober 2026. Angaben zu Produkten und Beschlägen gelten für die jeweilige Ausführung. Die konkrete Möbelkonstruktion wird für Ihren Raum und Ihre Nutzung geplant.