
BODENRATGEBER · CORETEC PROPLUS
COREtec ProPlus bei der Renovierung: geringe Aufbauhöhe richtig planen
Ein neuer Boden soll möglichst wenig Höhe kosten und im Alltag zuverlässig funktionieren. COREtec ProPlus ist deshalb für eine Renovierungsplanung interessant. Ob der Belag tatsächlich passt, entscheidet aber mehr als die Zahl auf dem Datenblatt: Untergrund, Türanschlüsse, Heizsystem und Raumaufteilung müssen zusammenpassen. Hier erfahren Sie, welche Angaben Sie vor der Auswahl sammeln sollten.
Warum wenige Millimeter bei der Renovierung wichtig sind
Beim Austausch eines Bodenbelags treffen neue Materialschichten auf vorhandene Türen, Schwellen und Nachbarräume. Eine geringe Belagstärke kann die Planung erleichtern. Sie ist jedoch nur ein Teil der fertigen Aufbauhöhe. Werden Unebenheiten ausgeglichen oder andere Vorarbeiten benötigt, müssen deren Schichtdicken ebenfalls berücksichtigt werden.
Notieren Sie die Höhe des bestehenden Bodens und messen Sie die verfügbare Luft unter den Türblättern. Halten Sie Übergänge zu Fliesen, Treppen und bodentiefen Fenstern auf Fotos fest. Daraus entsteht eine brauchbare Grundlage für die weitere Beratung, auch wenn noch nicht jedes Detail geklärt ist.
Was ProPlus technisch von anderen COREtec-Kollektionen unterscheidet
ProPlus besitzt einen Pro-Core-Kern, 0,55 mm Verschleißschicht und eine werkseitig angeklebte Korkunterlage von 1 mm. Im deutschen ProPlus-Datenblatt, Stand 28.03.2025, stehen 5 mm Gesamtstärke und Nutzungsklasse 23/33. Die Korkunterlage ist bereits Teil dieser Gesamtstärke und wird nicht noch einmal aufaddiert.
Für die 1500+-Dielen nennt die offizielle Juni-Preisliste abweichend 5,2 mm. Wir weisen diese Varianten entsprechend aus und gleichen die konkrete Ausführung im Angebot ab. Bei knappem Türanschluss sollten Sie mit dem bestätigten Artikelmaß planen. ProPlus ist ein Vinyl-Designboden; die PVC-freien Materialaussagen von Tytan gelten hier nicht.
Ein dünner Belag braucht trotzdem einen geeigneten Untergrund
Prüfen Sie zunächst, welcher Untergrund vorhanden ist und ob er trocken, tragfähig und ausreichend eben ist. Ein Klickboden überbrückt nicht beliebige Schäden oder Höhenunterschiede. Alte lose Stellen, nachgebende Schichten und Feuchtigkeit müssen vorab beurteilt werden. Ein vorhandener schwimmender Boden darf nicht ohne Prüfung unter einem zweiten verbleiben.
Eine zusätzliche Dämmunterlage wird wegen des bereits integrierten Korks nicht automatisch eingeplant. Maßgeblich sind die COREtec-Verlegevorgaben. Benötigte Rand- und Bewegungsfugen, Anschlüsse an feste Einbauten und Übergänge zwischen Räumen werden zusammen mit der Fläche geplant. Ein möglichst niedriger Aufbau ist kein Grund, diese technischen Anforderungen wegzulassen.
1220er-Diele, längere Diele oder Fliesenformat?
Die aktuelle ProPlus-Auswahl umfasst 20 Dekore. Zwölf Varianten gehören zu den 1200er-Serien mit 1220 × 183 mm. Vier 1500+-Dielen messen 1520 × 183 mm. Vier weitere Dekore bilden die Tile-Serie im Format 610 × 472 mm. Ein ähnlicher Farbton allein ersetzt deshalb keinen Formatvergleich.
Bei einer Diele prüfen Sie die Richtung zum Fenster und die sichtbaren Randreihen. Bei Fliesenformaten richten Sie ein Raster an Türen und Einbauten aus. Für einen direkten Vergleich können Sie etwa Bellagio als 1220er-Diele, Mirage als längere Diele und Cristal im Fliesenformat ansehen. Vergleichen Sie das Originalmuster immer neben den Möbeln, die im Raum bleiben.
Was bei Fußbodenheizung zusätzlich zählt
Das Datenblatt nennt einen Wärmedurchlasswiderstand von 0,0318 m²K/W für ProPlus und die Eignung unter Beachtung der zugehörigen Richtlinien. Diese Zahl beschreibt den Belag, nicht automatisch jede mögliche Kombination aus Estrich, vorhandenem Boden und weiteren Schichten.
Halten Sie Heizungsart, vorhandenen Aufbau und verfügbare Systemunterlagen bereit. Freigegebene Betriebsbedingungen und zulässige Oberflächentemperaturen richten sich nach den Hersteller-Richtlinien für Heizung und Kühlung. Wenn Angaben fehlen, markieren Sie diese als offene Frage. Eine pauschale Zusage ersetzt die Prüfung Ihres konkreten Aufbaus nicht.
Die benötigte Menge in Kartons planen
Die 1200er-Dielen decken 2,68 m² je Karton ab; bei den langen Dielen sind es 2,78 m² und bei der Tile-Serie 2,88 m². Ermitteln Sie zuerst die Raumfläche und eine für den Grundriss passende Schnittreserve. Erst anschließend wird auf volle Kartons aufgerundet.
Ein Beispiel: Sind 25 m² bereits einschließlich Reserve geplant, benötigen Sie bei 2,68 m² je Karton zehn Kartons. Das ergibt 26,8 m². Bei 2,78 m² reichen ebenfalls zehn Kartons für 27,8 m². Neun Kartons einer Tile-Variante ergeben 25,92 m². Die Reserve selbst lässt sich daraus nicht pauschal ableiten; verwinkelte Grundrisse und die gewünschte Aufteilung verändern den Bedarf.
Strapazierfähigkeit und Pflege zusammen betrachten
Die 0,55 mm Nutzschicht und Nutzungsklasse 23/33 helfen bei der technischen Einordnung. Trotzdem ist ProPlus nicht unzerkratzbar. Sand unter Schuhen, ungeeignete Rollen oder das Verschieben schwerer Möbel können auch einen widerstandsfähigen Boden belasten. Geeignete Möbelgleiter, Schmutzaufnahme und regelmäßige Reinigung gehören deshalb zur Planung.
Wasserfestes Material bedeutet außerdem nicht, dass der gesamte Raum wasserdicht ist. Anschlüsse und eine erforderliche Abdichtung bleiben separate Aufgaben. Nehmen Sie Flüssigkeiten zeitnah auf und beachten Sie die Pflegehinweise des Herstellers. Eine Verwendung als Duschboden ergibt sich aus dem Begriff wasserfest nicht.
Vom kostenlosen Muster zum vollständigen Projektangebot
Die geprüfte Hersteller-UVP beträgt 49,95 €/m². Unsere Preisorientierung von 42,46 €/m² enthält 15 % Rabatt, inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Lieferkosten. Sie ist der Ausgangspunkt für kleinere Mengen. Ein Projektangebot berücksichtigt Ihre tatsächliche Menge, volle Kartons, mögliche weitere Mengenrabatte, Zubehör, Lieferort und Termin.
Für das kostenlose Muster inklusive Versand nennen Sie das konkrete Dekor, die Lieferanschrift und die später voraussichtlich benötigten m². Eine Schätzung genügt, um bereits ein passendes Angebot vorzubereiten. Tischlerei Mai liefert deutschlandweit und nach Absprache ins Ausland, zum Beispiel in die Niederlande. Eine Verlegung durch uns ist keine Voraussetzung.
Vergleichen Sie die 20 ProPlus-Dekore und teilen Sie uns Fläche sowie Lieferort mit.
Häufige Fragen zur ProPlus-Planung
Sind 5 mm ProPlus die gesamte fertige Bodenhöhe?
5 mm sind die allgemeine Belagstärke einschließlich Kork laut Datenblatt; bei 1500+-Dielen nennt die Preisliste 5,2 mm. Untergrundausgleich und weitere notwendige Arbeiten können den gesamten Aufbau zusätzlich verändern.
Darf ich ProPlus einfach auf den alten Boden legen?
Das lässt sich nicht pauschal zusagen. Art, Ebenheit, Feuchtigkeit und Tragfähigkeit des vorhandenen Aufbaus müssen zu den Verlegevorgaben passen. Vorhandene schwimmende Beläge werden nicht ungeprüft überbaut.
Welche Angaben helfen für ein Angebot?
Nennen Sie Dekor, ungefähre Fläche, Lieferland und Postleitzahl. Eine Skizze, Fotos der Türanschlüsse und Angaben zum vorhandenen Boden oder zur Fußbodenheizung helfen bei der weiteren Planung.